Zukunft braucht die Jugend

Mit dem strategischen Querschnittsthema „Zukunft braucht die Jugend“ rückt die IBK die Perspektiven junger Menschen stärker in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Denn die Zukunft der Bodenseeregion wird nicht nur in politischen Gremien, Verwaltungen oder Fachkommissionen gestaltet. Sie entsteht auch dort, wo junge Menschen eigene Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen, demokratische Beteiligung erleben und über Grenzen hinweg miteinander ins Gespräch kommen.

Die IBK fördert deshalb politische Bildung, Demokratieteilhabe und grenzüberschreitende Begegnungen in der Vierländerregion Bodensee. Jugendliche und junge Erwachsene aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein sollen erfahren, dass sie ihre Region mitgestalten können – und dass ihre Sichtweisen für die Weiterentwicklung des gemeinsamen Lebens-, Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraums wichtig sind.

Jugendbeteiligung als Querschnittsaufgabe
Als Querschnittsthema soll „Zukunft braucht die Jugend“ in möglichst viele Arbeitsbereiche der IBK hineinwirken – von Bildung und Kultur über Gesundheit und Soziales bis zu Mobilität, Nachhaltigkeit, Sport und Wirtschaft. Jugendperspektiven werden dabei nicht nur in eigenen Jugendformaten aufgegriffen, sondern auch in bestehende Projekte und Fachthemen eingebunden.

Bereits heute gibt es in der IBK verschiedene Formate, in denen junge Menschen direkt eingebunden werden. Dazu gehört etwa die Jugendjury bei den IBK-Förderpreisen für Kulturschaffende, die einen eigenen Jugendpreis vergibt,  oder die Civic Education Days und dem IBK-Jugendkongress.

2026: Ein Jahr voller Jugendformate
Im Jahr 2026 wird das Querschnittsthema besonders sichtbar. In mehreren Veranstaltungen und Projekten kommen Jugendliche, junge Erwachsene, Schulen, Fachpersonen aus der Jugendarbeit, Sporttalente sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung zusammen.

Die Formate setzen unterschiedliche Schwerpunkte: politische Beteiligung, nachhaltige Entwicklung, Demokratiebildung, Wissenschaft, Sport, Begegnung und grenzüberschreitende Vernetzung. Gemeinsam zeigen sie, wie vielfältig Jugendbeteiligung in der Bodenseeregion sein kann. Hier eine Übersicht:

  • IBK-Jugendkonferenz in Winterthur am 7. Mai
  • Jugendkongress der AG Bildung in Romanshorn am 18. Juni
  • JugendZukunftsDialog auf dem Bodensee am 4. Juli
  • Jugendperspektiven beim Klima- und Mobilitätskongress in Zürich am 30. Juni
  • Bodensee Skate Cup in Baden-Württemberg, Thurgau, Vorarlberg und Liechtenstein an drei Wochenenden im September
  • Talent-Days Bodensee in Bregenz und Dornbirn vom 25.-27. September
  • Bodensee-Schul-Cup im Raum Konstanz vom 25.-26. September

Unterschiedliche Zielgruppen, ein gemeinsames Ziel
Die Jugendformate der IBK richten sich an verschiedene Zielgruppen:

  • Jugendliche und junge Erwachsene erhalten Räume, in denen sie eigene Ideen entwickeln, sich mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern austauschen und ihre Perspektiven in politische Diskussionen einbringen können.
  • Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen werden über Bildungsformate wie den Civic Education Days und dem daran anschließenden Jugendkongress, der inhaltlich auf den Civic Education Days aufbaut, angesprochen. Dabei geht es um politische Bildung, Demokratieverständnis, nachhaltige Entwicklung und die gemeinsame Bodenseeregion als Lern- und Erfahrungsraum.
  • Fachpersonen der Jugendarbeit und Jugendbeteiligung vernetzen sich in der AG Jugendengagement und bei Fachveranstaltungen. Sie tauschen Erfahrungen aus, entwickeln gemeinsame Impulse und stärken Strukturen für nachhaltige Jugendbeteiligung in der Region.
  • Politik und Verwaltung erhalten durch Jugendkonferenzen und -kongresse, Dialogformate und den Jugendcheck wichtige Hinweise darauf, welche Bedeutung IBK-Themen für junge Menschen haben und wie ihre Perspektiven besser berücksichtigt werden können.
  • Sportvereine, Schulen und junge Talente werden über Formate wie den Bodensee Skate Cup, die Talent-Days Bodensee oder den Bodensee-Schul-Cup eingebunden. Sport wird dabei als Möglichkeit verstanden, junge Menschen über Grenzen hinweg zusammenzubringen und regionale Identität zu stärken.

Wer arbeitet an den Jugendthemen der IBK?
Innerhalb der IBK beschäftigen sich mehrere Arbeits- und Projektgruppen mit jugendnahen Themen.

  • Die Projektgruppe NextGeneration unterstützt die Kommissionen und Arbeitsgruppen dabei, die Sichtweisen junger Menschen in IBK-Projekte einzubeziehen. Sie vernetzt sich mit Jugendparlamenten, Institutionen der Jugendarbeit und weiteren Partnern in der Region. Außerdem bringt sie den sogenannten Jugendcheck in die IBK-Arbeit ein: Welche Relevanz hat ein Thema für junge Menschen? Und wie kann ihre Perspektive sinnvoll einbezogen werden?
  • Die AG Bildung legt ihren Schwerpunkt auf politische Bildung, Demokratiebildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Sie fördert die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Lehrpersonen in der Bodenseeregion und entwickelt Formate wie Civic Education Days und Jugendkongresse.
  • Die AG Jugendengagement ist Teil der IBK-Kommission Gesundheit und Soziales. Sie vernetzt Fachpersonen der Jugendarbeit und Jugendbeteiligung, organisiert Fachveranstaltungen und entwickelt grenzüberschreitende Anlässe für Jugendliche. Ziel ist es, dass junge Menschen die Bodenseeregion als lebenswerte Region wahrnehmen und sich stärker mit ihr identifizieren.
  • Die AG Bewegung und Sport stärkt den Austausch der Sportverantwortlichen in der Bodenseeregion und entwickelt Formate, die junge Menschen über Bewegung und Sport zusammenbringen. Dazu gehören unter anderem die Talent-Days Bodensee und die Weiterentwicklung des Bodensee-Schul-Cups.

Auch weitere IBK-Bereiche greifen Jugendthemen auf – etwa Kultur, Mobilität oder Nachhaltigkeit. So wird Jugendbeteiligung Schritt für Schritt zu einem festen Bestandteil der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.