Veranstaltungen

Mittwoch, 11. November 2026 - Donnerstag, 12. November 2026
Schaan (Liechtenstein)

IBK-Akademie Spezialmodul

Das Spezialmodul „IBK weiterdenken, Zukunftsfähigkeit stärken“ der IBK-Akademie lädt dazu ein, einen Blick in mögliche Zukünfte der Vierländerregion Bodensee zu werfen und daraus Impulse für die eigene Arbeit abzuleiten.

 

Donnerstag, 26. November 2026

Delegationsreise nach Bern

Politische Delegation der IBK auf Delegationsreise in Bern
 

Freitag, 11. Dezember 2026

IBK-Regierungschefkonferenz

Die Regierungschefkonferenz der IBK tritt in der Regel einmal pro Jahr zusammen. An ihr nehmen die politischen Vertreter der Mitgliedsländer, die Mitglieder des Ständigen Ausschusses, die Kommissionsvorsitzenden sowie Vertreter von Partnerorganisationen teil.

 

Mittwoch, 20. Januar 2027
Arenenberg

20. IBK-Rettungskonferenz

Am 20. Januar 2027 findet im Arenenberg (Kanton Thurgau) die 20. IBK-Rettungskonferenz statt.

 

News von der Internationalen Bodensee-Konferenz

Kunst im Labor, auf der Alp und im Dorf: IBK-Förderpreise 2026 in Zürich verliehen

Die Internationale Bodensee-Konferenz (IBK) hat am 21. Oktober 2026 im Papiersaal Zürich zum 36. Mal ihre Förderpreise für Kulturschaffende verliehen. Gesucht waren in diesem Jahr transdisziplinäre Projekte: Arbeiten, die Kunst mit anderen Bereichen verbinden und neue Perspektiven auf gesellschaftliche, wissenschaftliche und alltägliche Themen eröffnen. Ausgezeichnet wurden Künstlerinnen, Künstler und Kollektive aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Jeder der sieben Preise ist mit 10.000 Schweizer Franken dotiert.


Fünf Projekte arbeiten mit Leben, das man kaum sieht

Wie unterschiedlich transdisziplinäre Kunst aussehen kann, zeigen die diesjährigen Preise. Fünf der sieben Projekte arbeiten mit Lebewesen, die man mit bloßem Auge kaum sieht: mit Pilzen, Bakterien, Mikroben und Archaeen. Sie entstehen im Labor, auf Feldreisen zu Gletschern, an einer bewachsenen Hochschulfassade oder auf der Alp. Zwei weitere Preise gehen an Gruppen, für die Kunst ein Mittel des Austauschs ist – über gesellschaftliche Fragen und über die Zukunft des eigenen Ortes.


Preisträgerinnen und Preisträger 2026

Linda Weiß (Baden-Württemberg) arbeitet in ihren Installationen mit Pilzen und Bakterien und nutzt dafür Praktiken wie Fermentieren und Kompostieren. Im Mittelpunkt stehen Wachstum, Zerfall und Verwandlung, also Prozesse, die sich nicht vollständig planen lassen.

Study Group on Relational Ecologies (Schaffhausen) ist ein Kollektiv aus sieben Künstlerinnen, Künstlern, Forscherinnen und Forschern. Die Mitglieder kommen aus Bildender Kunst, Nachhaltigkeitsforschung, Zeitgeschichte, Medienkultur, Anthropologie und Meereswissenschaften. In Schaffhausen schreiben und lesen sie Briefe, die sich aktuellen gesellschaftlichen Fragen widmen.

Monica Ursina Jäger und Lena Bakker (Zürich), eine Künstlerin und eine Geobiologin, erforschen seit 2023 gemeinsam Landschaften nach dem Rückzug der Gletscher. Ihre Feldreisen führen sie zu Gletschern in der Schweiz und bis nach Svalbard in der Arktis.

Hanes Sturzenegger (St.Gallen) macht Geschmack und Geruch alpiner Regionen erfahrbar. Er arbeitet dafür mit Älplerinnen, Textilkünstlerinnen und Techniken des Fermentierens. Ziegen und Schimmelpilze werden dabei zu Mitwirkenden seiner Arbeiten.

Verein ELF (Fürstentum Liechtenstein) bringt seit 2019 in den elf Gemeinden Liechtensteins Menschen verschiedener Generationen zusammen, um über die Zukunft ihres Ortes nachzudenken. Gegründet haben ihn 2018 der Architekt Luis Hilti und der Historiker Toni Büchel. Der Verein erhält den Preis der Jugendjury.

Bernhard Garnicnig (Vorarlberg) untersucht Gesellschaft, Technologien und Institutionen und macht daraus Installationen, Publikationen und Performances. Für die Arbeit „das sporadische institut" untersuchte er mit Fachleuten die bewachsene Fassade einer Fachhochschule und kultivierte die dort gefundenen Pilzsporen. Daraus entstanden Sitzgelegenheiten, Skulpturen und ein Künstlerbuch.

Anna Steward (Bayern) verbindet Kunst mit Mikrobiologie und Astrobiologie. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Archaeen, Mikroorganismen, die unter extremen Bedingungen leben. Seit 2023 arbeitet sie mit dem Archaeen-Zentrum der Universität Regensburg zusammen.


Die Jugendjury setzt einen eigenen Akzent

Sechs Preise vergab eine internationale Fachjury aller zehn IBK-Mitgliedsländer und -kantone. Den siebten Preis vergab eine Jugendjury mit Vertreterinnen und Vertretern aus sechs Mitgliedsländern und -kantonen. Sie hatte sich vorgenommen, ein Projekt mit inhaltlicher Dringlichkeit und gesellschaftlicher Relevanz auszuzeichnen. In ihrer Laudatio schreibt Jugendjury-Mitglied Lea Maria Unterseer: „Die Jugendjury hat sich mit diesem Förderpreis nicht für ein klassisches transdisziplinäres Kunstprojekt entschieden, sondern zeichnet ein Projekt aus, das das kommunikative und verbindende Potenzial von Kunst nutzt, um tatsächliche Auseinandersetzung und Veränderung zu schaffen."


Ein Abend wie eine Vernissage

Zur Preisverleihung hatte Regierungsrat Ernst Stocker, IBK-Vorsitzender 2026, eingeladen. Gastgeber war der Kanton Zürich, der in diesem Jahr den IBK-Vorsitz innehat. Grußworte sprachen Seraina Roher, Leiterin der Fachstelle Kultur im Kanton Zürich, und Patrik Birrer, Vorsitzender der IBK-Kommission Kultur. Durch den Abend führte die Moderatorin Monika Schärer. Nach den Reden stellten die Preisträgerinnen und Preisträger ihre Arbeiten – von der Installation bis zum Film – an einzelnen Stationen selbst vor. Die Gäste konnten sie wie bei einer Vernissage anschauen und mit den Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch kommen.

IBK-Vorsitzender Ernst Stocker betont: „Die Bodenseeregion lebt davon, dass wir über Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Genau das tun auch die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger: Sie verbinden Kunst mit Wissenschaft, Handwerk und Gesellschaft. Mit den Förderpreisen stärkt die IBK diese Offenheit und gibt Kulturschaffenden aus vier Staaten Rückenwind."

Patrik Birrer ergänzt: „Die Nominierungen der Mitgliedsländer und -kantone waren in diesem Jahr ausgesprochen vielfältig. Die Preisträgerinnen und Preisträger arbeiten mit Forschenden, mit Älplerinnen oder mit ganzen Dorfgemeinschaften zusammen und stellen Fragen, die eine Disziplin allein nicht beantworten kann. Sie zeigen, was entsteht, wenn sich die Kunst und andere Disziplinen auf Augenhöhe begegnen."


Seit 1991 in wechselnden Sparten

Die IBK vergibt ihre Förderpreise seit 1991 jährlich in wechselnden Sparten. Ausgezeichnet werden Personen und Kollektive mit herausragendem Potenzial im jeweiligen Kulturbereich. Jedes IBK-Mitglied kann bis zu zwei Kandidatinnen, Kandidaten oder Kollektive nominieren, die dort wohnen, dort produzieren oder einen biografischen Bezug zur Bodenseeregion haben. Die Preisvergabe verantwortet die IBK-Kommission Kultur.

Porträts aller Preisträgerinnen und Preisträger, die Jurys und die vollständigen Laudationes stehen unter www.ibk-foerderpreise.org.
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Mittwoch, 11. November 2026 - Donnerstag, 12. November 2026
Schaan (Liechtenstein)

IBK-Akademie Spezialmodul

Das Spezialmodul „IBK weiterdenken, Zukunftsfähigkeit stärken“ der IBK-Akademie lädt dazu ein, einen Blick in mögliche Zukünfte der Vierländerregion Bodensee zu werfen und daraus Impulse für die eigene Arbeit abzuleiten.

 

Donnerstag, 26. November 2026

Delegationsreise nach Bern

Politische Delegation der IBK auf Delegationsreise in Bern
 

Freitag, 11. Dezember 2026

IBK-Regierungschefkonferenz

Die Regierungschefkonferenz der IBK tritt in der Regel einmal pro Jahr zusammen. An ihr nehmen die politischen Vertreter der Mitgliedsländer, die Mitglieder des Ständigen Ausschusses, die Kommissionsvorsitzenden sowie Vertreter von Partnerorganisationen teil.

 

Mittwoch, 20. Januar 2027
Arenenberg

20. IBK-Rettungskonferenz

Am 20. Januar 2027 findet im Arenenberg (Kanton Thurgau) die 20. IBK-Rettungskonferenz statt.